Neues Abenteuer Frühjahr 2014 bis Frühjahr 2016

24.04.2014 - Vorbereitung

Den Wolken gleich
Den Wolken gleich

 

 

 

Den Wolken gleich wollen wir unterwegs sein. Ein Ziel ist nicht geplant. Wir lassen uns einfach treiben.

Nach 3 Jahren treibt es uns wieder in die Welt. Schon öfters waren wir unterwegs. Dabei haben wir unterschiedlichste Reiseformen ausgelebt. Jede hatte natürlich ihre Vor - und Nachteile. Doch, egal wie wir auch unterwegs waren, es war immer eine spannende, aufregende, meist schöne Zeit. Wir lernten dabei viel Neues&Interessantes kennen. Die Welt ist groß. Vieles liegt noch immer für uns im Verborgenen. Der Fernwehvirus hat uns wieder gepackt.

Diesmal wollen wir nicht mit unseren Fahrrädern oder einem Auto unterwegs sein. Zu Fuß (Blasen müssen da einfach akzeptiert werden) soll unsere Reise beginnen. Da Abenteuer oft bereits vor der Haustür beginnen, möchten wir ab Anfang Mai, unsere Heimatstadt Sonneberg, zu Fuß verlassen. 

Wird es eine Wandertour, eine Pilgertour? Wir wissen es selbst noch nicht. Was wir wissen, wir haben viele Monate Zeit. Unsere Begleiter werden Fahrradanhänger sein. Irgendwo müssen wir ja unseren Wander - Pilgerhaushalt unterbringen. 

Im Moment sind wir arg mit unserer Haushaltauflösung beschäftigt. Auch müssen unsere Anhänger noch optimal gepackt werden. Ich melde mich wieder, sobald es  geschafft ist. Wir sind schon jetzt unheimlich aufgeregt & freuen uns auf neue unvergessliche Erlebnisse.

 

 

 

 

Wir freuen uns auf neue Erlebnisse, Sonnen -untergänge, Lagerfeuer und Überraschungen. Bei Interesse, schaut einfach wieder vorbei. Es geht bald weiter. Die Zeit rennt!

Mein Wägelchen
Mein Wägelchen

Kurzvorstellung vom Wägelchen: Es wiegt leer so um die 15 kg. Voll wird unser Wander - Transporter an die 50 kg wiegen. Ist ja dann auch unser vollständiger Haushalt drin (Zelt, Kochzeug, Klamot-ten, Foto, Proviant, Tauchsieder und, und ...). Gi findet ständig weitere Täschchen, denn Nagellack, Musik, Bücher, Klimbim & noch mehr Klimbim müssen mit. Ich hoffe, es bleibt bei den 50 kg, denn an der Schiebestange werde ich wohl die meiste Zeit schieben. Na ja, momentan schiebt er sich noch leicht. Meine überflüssigen Körperkilo sollen auch verschwinden. Vielleicht findet Gi noch einige wichtige Dinge. Bin auf die ersten Anstiege gespannt. Es soll ja irgendwann über die Alpen gehen. Ich schwitze jetzt schon mächtig!

 

Müssen noch Schuhe kaufen
Müssen noch Schuhe kaufen

Ein bisschen Spaß zur Überbrückung bis es endlich los geht. Wie ihr schnell erkennt, Gi braucht noch unbedingt neue Schühchen. Die Zeit bis zum Aufbruch wird immer knapper. Ich denke aber, Gi besteht auf neue Schühchen & findet garantiert welche. Frauen werden es verstehen.

 

 

Die Schühchen- Aufnahme war in der Wüste zwischen Kairo und Luxor während unserer Weltradeltour. In Luxor gab es dann wirklich neue Schuhe. Die waren echt teuer. So um die 2 Euro.

Gi's Wägelchen
Gi's Wägelchen

Entschuldigung, es geht noch nicht los, doch Gi hat Schühchen bekommen. Und natürlich, noch weiterer wertvoller Klimbim, häuft sich in der Zwischenzeit in unserer fast leergeräumten Wohnung. Also ist uns die Entscheidung recht leicht gefallen, für Gi ein eigenes Wägelchen zu bestellen. Es ist nun hier, wartet auf Ausfahrt und Befüllung. Es ist einige Nummern kleiner. Gi's Schuhgröße ist ja auch nur die Größe 37. Passt also prima! 

 

Am Dienstag (6.Mai) wollen wir starten. Keine Ahnung ob es klappt! Schaut einfach später wieder rein!

06.05. - 10.05. Start Sonneberg bis Nürnberg / 0 km bis 162 km - 5 Tage gesamt

Einlaufen

Ehemalige Grenze
Ehemalige Grenze

Die vorerst letzte Nacht in Sonneberg verbringen wir bei meiner Mutter. Es gibt natürlich ein richtiges Wanderdurchhaltefrühstück. Nach Tränchen beim Abschied ist es nicht sehr weit bis zur ehemaligen Grenze. Dort wird uns so richtig bewusst, dass ohne die Wiedervereinigung es nie unser Neues Abenteuer geben würde. Dankbar marschieren wir recht flott Richtung Coburg. Zum Wanderauftakt lacht die Sonne. Wir sind gut drauf. 

Am Abend, Coburg mit seiner schönen Festung liegt schon einige Stunden hinter uns, treffen wir in Großheirath ein. 39 km hätten wir am ersten Tag nicht erwartet. Muskelkater und leichte Fußschmerzen bringt uns der 2. Tag. Am Nachmittag regnet es leicht. Gis Schühchen ziehen Regenwasser. Das Regenwasser erzeugt Bläschen. Aus den Bläschen werden Blasen. Zwischen den Blasen bilden sich Blutergüsse. Sieht nicht gut aus. Doch Gi ist hart im nehmen. Muss sie auch sein, denn wer wandert schon mit Ballettschühchen. Übrigens, ich habe bisher nicht eine Blase. Ha, ha, ich habe ja auch keine Ballettschühchen an!

Campingfluss Bamberg
Campingfluss Bamberg

Auf dem Caming in Bamberg kommen die Fußblasen-Wundermittel zum Einsatz. Gi zaubert aus vielen Täschchen irgendwelche Tübchen, Fläschchen, Nadeln, Heftplaster, und, und ...

Bis Erlangen ist es für Gi ein Humpel - Blasen - und ich muss durchhalten Weg. 

Etwas Entspannung brachte ein Mittagessen in einer ach so typischen Frankenkneipe. Typisch weil? Es gibt dort noch den Stammtisch. Und welch ein Wunder, der war voll besetzt. Ich bekam gesagt, der ist immer voll besetzt. Also so gar keine Wundergeschichte. 

Das Stammtischgerede - es war für uns leider nicht zu überhören - war auch kein Wunder, denn es handelte über Asylanten, Hartz IV - Beziehern und die Möglichkeiten diese aus dem schönen Frankenland zu vertreiben. Halt ein typisches Stammtischgerede. Oder?

Untypisch war der Preis für ein halbes Hähnchen mit Klößen und Wirsching. 6 Euro! Wo gibt es denn das noch in Deutschland?

 

 

Nürnberg
Nürnberg

162 Wanderkilometer sind es nach 5 Tagen in Nürnberg. Gis Füße sind noch nicht wieder in Ordnung, doch auf dem Weg der Besserung. Ich denke, wir alle drücken die Däumchen!

Wir selbst denken, wir sind die Tour etwas flott angegangen. Wir geloben uns selbst Besserung.

Nürnberg gefällt uns. Die Altstadt ist super. Es stören uns auch nicht die vielen Chinesen, Japaner, Koreaner. Mit vielen kommen wir ins Gespräch. Willkommen in Nürnberg, sagen wir ständig. 

Was gibt es noch zu berichten? Ständig haben wir Hunger. Ist natürlich normal, kennen wir ja von unserer Weltradeltour. Überhaupt ist schon zu Beginn vieles vergleichbar, denn wir kennen den Weg - wir schieben die Wägelchen auf den uns bereits bekannten Radwegen - wir kennen die anfänglichen Schmerzen, damals in der Pobackengegend, diesmal in den Füßen und Waden und wir kennen die Wetterumschwünge der momentanen Jahrezeit. 

Nur eines ist diesmal ganz bestimmt anders. Wir sind natürlich langsamer unterwegs. Damals brauchten wir mit den Rädern bis Nürnberg nur 2 Tage, diesmal sind es 5. In der Langsamkeit liegt oft auch ein großer Segen. Etwas davon haben wir schon gespürt.

Ach ja, heute war ja Muttertag. In der Nürnberger Gegend ein absolut gutes Geschäft für die Gaststätten und Blumenläden. Ich denke immer, Mütter sollte man das ganze Jahr ehren. Ein besonderer Tag ist dafür dann eigentlich nicht erforderlich.

Bis München / 348 Wanderkilometer gesamt - 12 Tage gesamt

Endlich in Bayern angekommen

Fränkischer Schwankindergarten
Fränkischer Schwankindergarten

Von Nürnberg aus folgen wir dem Radweg Altmühl. Zwischen tiefen, schwarzen, regenschweren Wolken liegen die fränkischen Seen. Sie sind für uns kaum erkennbar, ausmachbar und somit bestaunbar. Das Wetter spielt einfach nicht mit. Dafür erlatschen wir recht flott Kilometer für Kilometer. Wir sind endlich eingelaufen. Ein Rhythmus stellt sich ein.

Ach ja, Gis unzählige Blasen sind im Blasenhimmel verschwunden. Also, es gibt nichts mehr zu bemitleiden. Ihr müsst sie nicht mehr bedauern! Bedauert dafür lieber mich, denn nach reiflicher Überlegung, gibt der Held der schmerzfreien Kilometer endlich zu, dass natürlich auch Helden durchaus Schmerzen verspüren. Doch welcher ''Held'' gibt dies schon gerne zu?

Tagelang begleitete mich ein Raubtier. Sein Name war Wolf. Dieser vergnügte sich zwischen meinen Pobacken. Nur mit einer täglichen Überdosis meiner geliebten Gesichtscreme Florena, konnte ich den Wolf von dort vertreiben. Schon als junger Held liebte ich Florena ( ein wirklich gutes Produkt aus dem ehemaligen Wilden Osten).

Nach dem verschwinden der Blasen, nach der Wolfsvertreibung, konnten wir dann endlich schmerzfrei in die schönen Landschaften der Altmühlregion eintauchen.

Altmühl
Altmühl

Die Altmühl wässert ja in die Donau. In dieser Verlobungsphase an den Ufern der Altmühl & Donau durchschreiten wir Bilderbuchlandschaften, Bilderbuchgemeinden. Ich erwähne hier nur die Perlen Beilngries, Riedenburg und Kehlheim. In Kehlheim erschufften wir nach über 30 Tageskilometern noch zusätzlich die Freiheitshalle. Wir bereuen nicht, denn die Sicht ist gigantisch auf die Verbindungsstelle der Wassermassen.

Erst in Pfaffenhofen überschlagen sich die Ereignisse. Ein Radlager bei meinem Eselchen hat den Geist aufgegeben. Es gibt einige Fahrradgeschäfte an der Strecke, doch niemand kann, will mir helfen.

Am Abend bekommen wir unerwarteten Besuch aus Sonneberg. Sabine & Jürgen besuchen uns in Pfaffenhofen. Wir verbringen gemeinsam einen feuchtfröhlichen Abend in einer Bierkneipe. Es ist Gis Geburtstag. Der Abend wird sehr, sehr lang. Tausend Geschichten kreisen durch die von viel Bier geschwängerte Kneipe. Bierbeseelt bestelle ich über Internet Ersatz für mein Wägelchen. Es soll uns in München bei unseren Freundinnen erreichen.

 

Gisela, Rosemarie und Anja sind unsere Gastgeberinnen in München. Wir kennen die uns ans Herz gewachsenen Freundinnen schon sehr lange. Wir verbringen abwechslungsreiche Tage in Bayerns Hauptstadt, warten dabei auf die Lieferung, warten auch auf besseres Wetter. Der Wagenersatz trifft ein, das Wetter ändert sich über Nacht und die Zeit dazwischen vergeht wie im Flug, denn wir haben uns unendlich viel zu erzählen. Unsere Gastgeberinnen sind wie immer herzlich, lieb und somit absolut gastfreundlich aufgelegt. Wir mögen sie ja so, so sehr.

 

Der Abschied fällt nicht leicht. Von München aus, in herrlichsten Blautönen, erblicken wir die sehr nah erscheinenden, schneebedeckten Alpen. Irgendwo dort liegt unser nächstes Ziel. Mozartkugeln sind ein Wahrzeichen für unser nächstes Ziel. Diese möchten wir dort verschlingen. Haben wir uns ja auch verdient, sofern es klappt, denn kurz vor Salzburg soll die erste Ländergrenze unserer Tour überschritten werden.

Heute leben sie ...
Heute leben sie ...

Nach 348 Wanderkilomertern verlassen wir München, verlassen wir unsere Freundinnen und freuen uns auf die Alpen.

 

 

Bayern hat uns bisher sehr gut gefallen. Zu Fuß durch Bayern erlebt man täglich viel bisher unbekanntes. Es waren meist Erlebnisse & Geschichten der guten Art. Nur einmal kamen wir so richtig ins grübeln. Es sind ja bald Europawahlen. Der Seehofer hat uns da täglich begleitet. Die SPD, die Grünen und natürlich auch die Freien Bayrischen Wähler blickten von den vielen Wahlplakaten. Ein Plakat werde ich nie vergessen. Es hat mich lange beschäftigt.

Die Indianer konnten die Einwanderer nicht stoppen! Heute leben sie in Reservaten. Deshalb blau wählen. Die Republikaner.

 

Die braune Dummheit gibt es ja in ganz Europa, leider sogar weltweit. Auf all unseren Touren bisher, bemerkten wir leider sehr oft die unterschiedlichsten Formen von Rassismus weltweit. Was uns dabei diesmal im ganz speziellen beschäftigte? Wer sind wir nun eigentlich? Sind wir Indianer? Sind wir Einwanderer? Sind wir momentan zeitweise vielleicht Bayern? Sind wir bald Salzburger? Sind wir Wanderer, Pilger, Weltenbummler, Wegelagerer, vielleicht Obdachlose (wir haben ja keinen festen Wohnsitz mehr!)? Genau diese Frage wollten wir uns bei einem Frühstück an einer Bushaltestelle selbst beantworten.

Bis Salzburg 513 Wanderkilometer gesamt - 20 Tage gesamt

Bayern gleich Aldi - Land?

Die positive Nachricht, der Wolf kam nicht zurück. Dies war auch bitter nötig, denn wir marschieren den Salinenradweg immer Richtung Süden. Dieser bringt uns unerwartete Schiebesteigungen. Die Wägelchen rollen eigentlich sehr leicht dahin, doch an Steigungen brauchen wir schon all unsere Kräfte. So mancher Schweiß rollt dann in strömen. Erst ab dem Chiemsee lassen die Steigungen nach. Wunderbar, denn am Chiemsee erleben wir den ersten heißen Tag. 31 Grad lassen da den Schweiß auch ohne Steigungen rollen. Wandern macht hungrig und durstig. Deshalb ist eine unserer wichtigsten täglichen Bemühungen, den Durst und Hunger zu stillen.

Pausenversorgung
Pausenversorgung

Ich muss hier nicht betonen, dass Bayern landschaftlich sehr schön ist. So finden wir auch immer ein gutes Plätzchen für unsere vielen Pausen. Wir haben gemerkt, dass diese Pausen bei Tagesleistungen von um die 30 Wanderkilometer sehr, sehr wichtig sind. Wir lieben diese Pausen, denn erst sie geben die notwendige Kraft, all die km ohne größere Probleme zu meistern. 

Was ich so nicht erwartet hätte, Aldi hilft uns dabei ungemein. Einen Aldi gibt es in jeder bayrischen Gemeinde. Hier erstehen wir alles was wir so brauchen. Danach spielen wir immer Tischlein deck dich (meist spielen wir in Wirklichkeit Bank deck dich) und sind einfach nur noch happy. 

Aldi bietet einfach fast alles. Nur der Spiegel fehlt!
Aldi bietet einfach fast alles. Nur der Spiegel fehlt!

Da Gi die bessere Aldi-Einkäuferin ist, bewache ich in der Zwischenzeit immer unsere Lasteselchen. Da diese Zwischenzeit in der Regel eine recht lange Zeit ist, manchmal denke ich gar, Gi macht Probestunden als Aldi-Verkäuferin, komme ich auf eine geniale Idee. Ich schaue mir die Abfallbehälter immer etwas genauer an. Schon beim ersten Probeschauen werde ich überrascht. Die Bildzeitung schaut mir entgegen. Ab da verkürze ich mir immer die Wartezeit mit der genialen Bildlektüre. Ich liebe diese Zeitung mit den so vielen Frageschlagzeilen in dieser Zeit. Die Betonung liegt auf, in dieser Zeit, denn ich war noch nie Bildzeitungsleser, werde es auch nie werden, doch irgendwie sind diese Abfall-Aldi-Bildzeitungen ein unheimlich guter Zeitvertreib für mich. Ich komme einfach nicht mehr an den Abfallboxen vorbei. Entschuldigung! Aber ich warte noch immer auf den Abfall-Aldi-Spiegel (meine Lieblingszeitung). Die würde ich auch garantiert nicht zurück in den Abfall werfen.

 

Urbayern?
Urbayern?

Wir nächtigen bis Salzburg immer in Pensionen, Bauerhöfen (auch Urlaub auf dem Bauerhof war dabei) oder im Zelt. Wichtig für uns. Preisgünsig soll es immer sein. Überrascht waren wir in einer Pension in einer 3 Häusergemeinde tief in den bayrischen Wäldern, denn das ganze Haus glich einer - Erleg unbedingt das Tier - Austellung. Ich mag eigentlich nur lebendige Tiere. Doch jetzt kommt's. Die Besitzerin, so gut über 80 Jahre alt, war mir äußerst sympatisch. Warum? Schon bei der Anmeldung bot sie mir in ihrer Küche eine Zigarette an. Ich war hin und weg. Wo gibt es denn noch so was, fragte ich meine neue Freundin. Ja mei, bei mir, nur im Bett rauchst besser net, war die Antwort. Beim Frühstück, ich dampfte natürlich gemeinsam mit meiner neuen Qualmfreundin ordentlich zum Morgenkaffee, lobte ich all ihre putzigen, ausgestopften Tiere. Beide waren wir einfach zufrieden.

 

Von Freilassing nach Salzburg überqueren wir unsere erste Landesgrenze. Über 500 Wanderkilometer liegen da hinter uns. Österreich begrüßt uns mit Sonnenschein. Von der Burg aus schauen wir auf's wunderschöne Salzburg. Wir bleiben 2 Tage. Wir sind fasziniert von der Mozartstadt, vom schmackhaften Essen, von den Museen, der österreichischen Gemütlichkeit und dem Gedanken, nun sind wir bereits in Österreich angekommen. Salzburg ist natürlich eine Touristenstadt. Wir genießen auch diese Touristen, denn wo die sind, gibt es garantiert auch was zu bestaunen.  

Ach ja, natürlich haben wir uns auch die teuren Mozartkugeln geleistet. Was wir da noch nicht wussten, die gibt es nicht nur in Salzburg. Nur Tage später bekamen wir sie in einem kleinen Dorf für 2 Drittel preisgünstiger. Man lernt halt nie aus!

 

Bis zum nächsten Bericht,

ganz liebe Grüße,

Wi + Gi

Österreich - Bis zur Grenze Italien 29 Tage gesamt - 775 Wanderkilometer gesamt

Die Piefkes fühlen sich wohl im Ösiland

Salzburg verlassen wir bei herrlichstem Wetter. Entlang der Salzach folgen wir dem Tauernradweg. In Billing, mit seinem bekannten Wasserfall, schlafen wir auf einem Bauernhof im Zelt. Die tief hängenden Wolken lassen nichts gutes erahnen. Nur wenig später regnet es. Leider dann die ganze Nacht, leider auch die nächsten 3 Tage. Wir haben somit ständig Wasserfall. Wasserfall in den Klamotten, Wasserfall im Zelt, Wasserfall an den geheilten Füßen.

Burg Werfen
Burg Werfen

In Werfen nehmen wir ein Zimmer in einem Billighotel. Es ist noch immer kalt und verregnet. Doch das Zimmer gibt uns die notwendige Wärme und Trockenheit zurück. Im Zimmer und an der Heizung trocknen wir einfach alles. Von A wie Ansichtskarte bis Z wie Zelt.

 

In dieser Trockenphase (welche ja lange dauert) verbringe ich viel Zeit am verqualmten Stammtisch des betagten Billigschuppen. Bei etwas Bier komme ich mit den sehr aufgeschlossenen, trinkfreudigen Stammtischlern ins Gespräch. Es wird somit immer mehr Bier. Sie flehen mich an, laufe ja nicht über die Tauernstrecke (Radststädter Tauernpass). Lange 18 % ige Steigungen sind dort kein Einzelfall. Ihr schiebt euch dort tot! Wir breiten zwischen den Biergläsern eine Karte aus. Es dauert nicht lange, dann ist die Route klar. Die Warnung wirkt. Ich/wir wollen nicht im ewigen Schnee erfrieren, somit sterben. Wir werden den Radelweg rauf nach Bad Gastein nehmen. Ich verspreche es meinen Bierkollegen. Gastein liegt ja nur auf etwas über 1000 Meter Höhe.

Tunnelangst
Tunnelangst

Der empfohlene Radweg führt sogar durch einige Tunnel. Das Problem dabei, Gi hat Angst vor Tunneln. Hinzu kommt, dass auch hier eine 18 prozentige Steigung (bei der Aluminium-Ortschaft Lend) vorher auf uns wartet. Hatten mir die Kerle natürlich nicht verraten. Zum Glück ist die arge Steigung aber nur einige hundert Meter lang. Danach taumeln wir in den Rachen der Finsternis. 1600 Meter ist das Gi – Angstloch lang. Sie schaltet ihre Lampe an, holt tief Luft und fluchtartig sprintet sie wie ein scheues Rehlein davon (von Bergkameradschaft keine Spur!). Ich dagegen taste mich wie ein Blinder durch die Finsternis. Den Tunnelradweg kann ich dabei nur erahnen.  

Herrlich Wasserfall Bad Gastein
Herrlich Wasserfall Bad Gastein

Kurz vor Gastein geht es dann wieder qualvoll bergan. Jedoch genießen wir, dabei total verschwitzt, den Blick auf den berühmten Touristenort. Er liegt eingezwängt zwischen steilen Bergwänden. Gastein hat was, denn wo fällt ein Wasserfall ungestüm tosend schon mitten durch den Ort. Der Ort wird vom fallenden Wasser regelrecht in seiner Mitte durchflutet, durchbohrt. Wir sind nur noch baff. Manches wirkt dabei unwirklich, kitschig, Bilderbuch gesteilt, doch irgendwie auch magisch schön, faszinierend, unbegreiflich.   

Nebelhängebrücke
Nebelhängebrücke

Bis auf 2.300 Meter Höhe treibt uns die Neugier in Gastein, doch dort oben umhüllt uns auf einer Hängebrücke nur noch stetiger Nebel. In Bad Gastein müssen wir für wenige Kilometer (ich schätze so um die 15km) die Eisenbahn besteigen, denn weder eine Straße, geschweige denn ein Radweg, führt auf die andere Seite der Alpen. Gi genießt dabei die Tunnelzugdurchfahrt ohne Angstgefühle. Der Zug hatte ja Licht im Gepäckabteil. Ab Mallnitz geht es für viele km wieder lauf-bremsend steil bergab. Wir treffen ganz weit unten auf den schönen Fluss Drau. Der Drauradweg führt uns bis Villach.

Geretteter Maikäfer
Geretteter Maikäfer

Wir wandern 2 Tage am Fluss entlang. Endlich scheint die Sonne wieder. Wir erfreuen uns an der Bergwelt links und rechts vom Fluss. Doch oft liegt in den kleinen Dinge für uns sehr viel Reiz. Die vielen Blumen am Wegesrand sind wundervoll. Die Kirschen werden langsam rot. Die Gerüche von Heu, Blumenwiesen, Jasmin und richtiger Bauernluft umströmen unsere Näschen. An einer Allee mit Haselnussbüschen, sehen wir etwas völlig unerwartetes. Maikäfer in großer Anzahl tummeln sich entlang der Allee. Viele retten wir, denn sie liegen auf der Erde, auf dem Asphalt, rücklings nach oben strecken sie ihre dünnen Beinchen hilfesuchend in den Himmel. Helft uns, helft uns, vermeinen wir hundertfach zu hören.So manchen setzen wir deshalb ins Wiesengrün und die putzigsten auch auf eine Blume. Das sie dankbar dafür sind, können wir nur erahnen.

Renate & Franz
Renate & Franz

Von Villach aus ist es nicht mehr weit bis zur italienischen Grenze. Deshalb wird es Zeit, Ösiland kurz zu beleuchten. Was uns vorher nie so recht bewusst war, die Österreicher selbst sind sehr angenehme Zeitgenossen. Täglich kommen wir ins Gespräch. Es liegt sicherlich auch an unseren beiden Wägelchen, denn dazu fehlen ja die vermuteten Fahrräder, oder auch die oftmals vermuteten Kinder. Also, die Österreicher sind auch irgendwie angenehm neugierig. Zum Glück, denn wir freuen uns über jedes Gespräch. Es bleibt oft nicht bei den Gesprächen, unser Essen wird manchmal bezahlt und übers Internet bekommen wir viele Einladungen. Leider liegen die Einladungen nie auf unserer eigentlichen Route. Nur Villach macht da eine Ausnahme. 3 Einladungen hatten wir alleine für Villach übers Internet erhalten. Doch oft kommt es anders wie man denkt, denn 15 km vor Villach lernen wir Renate und Franz kennen. Wir merken sofort unsere Seelenverwandtschaft. 4 Stunden später sitzen wir an ihrem Küchentisch in Villach. Es gibt unvergessliche Kärntner Nudeln. Davon braucht man nur maximal 3 Nudeln (sind mächtig gefüllte Nudel-Brummer) um ordentlich satt zu werden Im Salat tummeln sich, nicht sehr lange, gut schmeckende Kärntner Bohnen. Wir lassen es uns munden.

Knapp 40 km sind wir am 3 - Nudelabend gewandert. Die Nudelnbomben und ein lecker Frühstück am nächsten Morgen, geben uns neue Wanderkraft. Renate und Franz begleiten uns nach dem Frühstück noch ein Stück unseres Weges. Der Abschied fällt schwer. Stunden später überqueren wir mit KM - Stand 775 unsere zweite Landesgrenze.

Gerne hätten wir auch bei allen anderen vorbeigeschaut, doch es treibt uns einfach immer weiter, denn der Weg ist noch weit. Und was diesmal nicht klappte, klappt vielleicht zu einer anderen Zeit.

Jedenfalls fühlten sich die zwei Wägelchen schiebenden Piefkes ( Piefke = Kasperlebezeichnung für die Deutschen + noch viel, viel mehr schlimmeres) sehr wohl im Ösiland. Ihr könnt es uns glauben!

 

LG,

Wi + Gi

Italien - Bis Triest - 43 Tage gesamt - 1082 Wanderkilometer gesamt

Mit viel Lokdampf Richtung Mittelmeer

Wiederbelebung der Lok durch Gi
Wiederbelebung der Lok durch Gi

Ab der Grenze Italien folgen wir dem Europa - Fernradelweg Adria immer Richtung Süden. Die ersten Wanderkilometer über Tarviso bis südlich von Chiusaforte sind ein Genuss, denn der Radweg ist die alte Eisenbahnlinie. Keine Angst, die Schienen wurden meisterhaft mit Asphalt ausgegossen, die Tunnel (nach Nummer 20 höre ich mit zählen auf) sind beleuchtet und die Landschaft entlang der Strecke sorgt für absolut viel Abwechslung. Die Wägelchen rollen fast, es geht ja auch meistens etwas bergab, von alleine. Zusätzlich sorgt Gi für die Lokomotive mit Zigarettenrauch für absoluten Durchhaltedampf.  

Nur manchmal müssen wir uns anstrengen, etwas einfallen lassen, denn so mancher Bach muss überquert werden oder ein kurzer Anstieg verlangt nach ordentlich Kraft. Mit 44 Tageskilometern stellen wir bis zur ehemaligen Bahnstation in Chiusaforte einen persönlichen Tagesrekord von 44 Wanderkilometern auf. Natürlich sind wir da müde, hungrig und durstig, einfach auch kaputt. Wir wissen am Morgen nie wo wir am Abend schlafen, ob es unterwegs was für unsere Bäuchlein zu kaufen gibt und wann wir wieder die Trinkflaschen auffüllen können. Als Orientierung dient mir immer eine Landkarte von der jeweiligen Gegend. So sind natürlich Überraschungen der positiven, manchmal aber auch negativen Art vorprogrammiert.

Liebevoll rastauriert
Liebevoll rastauriert

 

Speziell am alten Bahnhof von Chiusaforte überhäufen uns die positiven Eindrücke, denn die Bahnstation wurde sehr liebevoll renoviert. Es gibt sogar eine Bahnhofskneipe. Was braucht man mehr nach 44 Wanderkilometer. Die Betreiberin ist zudem eine ausgesprochen nette Person. Käse, Schinken, Maisbrot und kühles Bier serviert sie uns mit freundlichen Worten. Es schmeckt vorzüglich. Die Krönung aber, wir können auf dem Gelände vom alten Bahnhof unser Zelt aufschlagen. Wieder ist ein Lagerplatz in fast letzter Minute gefunden, geschenkt worden.

Lagerplatz am Bahnhofgoldfischteich
Lagerplatz am Bahnhofgoldfischteich

Speziell am alten Bahnhof überhäufen uns auch negative Eindrücke. Sie sind aber nicht menschen-gemacht. Das Wetter spielt verrückt. Kaum haben wir unser Zelt neben dem Goldfischteich aufgebaut, beginnt ein Gewitter der ungemütlichen Art. Es blitzt, es regnet, es schüttet die ganze Nacht. Gegen 5 Uhr ist der Goldfischteich kurz vor der Überflutung. Wir packen panikartig all unsere nassen Sachen zusammen. Beim Abmarsch hört es auf mit all den Wassereimern von oben. Die Goldfische können es kaum glauben. Sie haben Glück gehabt, denn auch sie standen kurz vor der Flut talwärts.

Wildes Erdbeerland
Wildes Erdbeerland

Unser Wanderweg führt uns die nächsten Tage weiter über den Fernradelweg. In Gemona öffnet sich ein weites Tal. Die Alpen liegen hinter uns. Nur leichte Hügelketten liegen noch in der Landschaft. Gemona bekommt sofort von uns den Namen Jasminstadt. Egal wo wir in der Gemonagegend unterwegs sind, ständig umhüllt uns dieser wunderschöne Jasminduft. Erst in Udine wechselt der Duft. Lindenbäume haben da die Dufthoheit.

 

Drei Tage lang sammeln wir am Waldwanderwegesrand Erdbeeren ein. Auch sie duften. Hilft ihnen aber nichts, denn sie gehören zu meinen Lieblingsbeeren.  

Basilika
Basilika

Nach Udine gibt es auch keine Hügelchen mehr. Bauernhöfe, weite Felder, Obstplantagen und neue Düfte prägen den Weg. Am Weg selbst liegen 3 Perlen. Palmanovo fasziniert mit seinen 9 Stadttoren. In Aquileia bestaunen wir das unglaublich schöne Mosaik in der Basilika. Solch ein großes, gut erhaltenes Mosaik, haben wir noch nie gesehen.

 

Es wird auch immer, immer wärmer. Als wir am kilometerlangem Damm von Grado angekommen sind, sind wir total verschwitzt, riechen nicht unbedingt gut, doch riechen wir selbst das salzige Meer. Wir sind am Mittelmeer angekommen.

Luxus pur
Luxus pur

Die letzten Wochen waren schön, manchmal auch recht hart. So manche Blase erlebte ihre Wiedergeburt. Wir mieten in Grado ein Apartment für 2 Tage. Das Hotel wurde erst neu eröffnet. Der Eröffnungspreis stimmt uns fröhlich. Wir schlagen zu. Am spannendsten ist die Küchenzeile, denn ein Geschirrspüler, ein Elektroherd mit unglaublich vielen Tasten und eine italienische Wunderkaffeemaschine lassen unsere Augen glänzen. Zur Kaffeemaschine gehören 30 freie Cups. Wir schlürfen die Espressos alle weg, können deswegen dann kaum schlafen, sind einfach überdreht. Passiert halt, wenn Mann/Frau nicht genug bekommen. Zwischendurch pflegen wir unsere Füße, genießen die Aussicht und wässern angeberisch viele, viele Stunden im Dachpool. Luxus umgibt uns zu jeder Minute. Luxus kann auch schön sein.

Frisch luxuserholt, ist es nicht mehr weit bis Triest. Da liegen dann nach 43 Tagen 1082 Wanderkilometer hinter uns. Wir kümmern uns auch um eine Fähre nach Albanien. Es ist schwierig, aber es klappt. Albanien soll unser nächstes Ziel sein. Natürlich hätten wir auch die Wanderstrecke über Kroatien wählen können, doch uns schreckt einfach der viele LKW-PKW-Verkehr entlang der Adriaküste. Gi kauft sich in Triest noch ein neues Köfferchen. Darin schlummern, neben vielerlei Kleinkram auch ihre gehäkelten Tierchen.  

Ehemaliges Tor zur Welt, Triest
Ehemaliges Tor zur Welt, Triest

Italien liegt hinter uns. Auch hier war die Wander-zeit überaus positiv für uns. Die Menschen waren nett. Früher sind wir oft mit dem Camper einfach nur durch Italien bis zur Fähre geflitzt. Was neben der Autobahn war, hat uns nie so richtig interessiert. Diesmal war die Lang-samkeit unser Begleiter. Der Langsamkeit haben wir viele schöne Einblicke zu verdanken. Nie hätten wir z.B. erwartet, dass Udine oder auch Triest wirklich schöne Städte sind. Am Hafen von Triest wird uns dies so richtig bewusst.

 

Was war komisch an Italien? Ich dachte immer, wir Deutsche sind die Weltmeister mit der Liebe zu den den Hunden. Ich habe mich geirrt. In Italien klefft es aus jeder Ecke, aus jedem Hof, gibt es Hundesaloons in jeder Stadt, ebenso tritt man weit öfter in Hundekacke, auch wenn es hier die Hundekackeeinsammeltüten an jeder Straße kostenlos gibt. OK, jeder ist anders komisch. Wir führen ja unsere Wägelchen auch täglich aus. Zum Glück kacken die aber nicht.

Mein Toyota
Mein Toyota

 

Ach ja, Gi hat, neben vielen anderen Sachen, auch ein Toyota - Emblem im Hafengelände von Triest gefunden. Sofort wollte sie es an ihr Wägelchen anbringen. Es kostete mich viel, viel Überzeugungsarbeit, ihr zu erklären, das schöne Toyotaemblem ist viel, viel zu groß für ihr kleines Schiebeauto. Und es passt somit viel, viel besser zum meinem. Stunden dauerte der Kampf. Hurra, ich habe letztendlich gewonnen. Mein Schiebeauto hat nun endlich einen Namen. Gi muss sich noch etwas gedulden. Vielleicht finden wir ja in Albanien was passendes für Gis Karre.  

Stand: Mitte Juni 2014

Teil 2 ist in Leiste rechts oben über Neues Abenteuer Teil 2 einsehbar.

Buch - Abgelatscht

Abgelatscht - 5740 Wanderkilometer durch 11 Länder - Wi + Gi Hofmann
Abgelatscht - 5740 Wanderkilometer durch 11 Länder - Wi + Gi Hofmann

Buch - Grenzenlos

Grenzenlos  -  Mit dem Fahrrad 4 Jahre um die Welt - Wi + Gi Hofmann
Grenzenlos - Mit dem Fahrrad 4 Jahre um die Welt - Wi + Gi Hofmann
Mit Wägelchen 11 Länder - 5.740 km
Mit Wägelchen 11 Länder - 5.740 km
Oman Fischer
Oman Fischer
Oman/Jemen Leeres Viertel
Oman/Jemen Leeres Viertel
Tempelbaumblüten
Tempelbaumblüten
Afrika - Strahlende Kinderaugen
Afrika - Strahlende Kinderaugen
Indien Taj Mahal
Indien Taj Mahal
Iran
Iran
Mit der Enfield durch Indien
Mit der Enfield durch Indien
Mein Steg, mein Strand, mein Meer
Mein Steg, mein Strand, mein Meer
Kurdische Lebenslinien - Iran
Kurdische Lebenslinien - Iran
Mondsichelstürmer
Mondsichelstürmer
Spiegelung
Spiegelung
Die Sonnenfängerin
Die Sonnenfängerin
Wanderung Neuseeland
Wanderung Neuseeland
Beim Straßenzahnarzt in Indien
Beim Straßenzahnarzt in Indien
Kappadokien
Kappadokien
"Leeres Viertel"
"Leeres Viertel"
Hahn im Korb - Oman
Hahn im Korb - Oman
Neuseeland
Neuseeland
Australien
Australien
Indien
Indien
Bayrischer Wald
Bayrischer Wald
Weg in den Nebel
Weg in den Nebel