Neuseeland

Da wo Prinzessinnen noch barfuß laufen
Da wo Prinzessinnen noch barfuß laufen

Da wo Prinzessinnen noch barfuß laufen

Kein Werbeplakat, kein Kino
Kein Werbeplakat, kein Kino

Ist kein Werbeplakat. Auch kein Kino. Es ist der verwunschene Blick runter zum Strand von unserem Wohnzimmerfenster aus. Piha nennt sich die kleine Ortschaft westlich von Auckland. Hier leben wir gemeinsam mit Martin & Familie auf Zeit. Einen echt schönen Ort haben sie sich da ausgesucht.

2 von unseren Enkelinnen sind in Neuseeland geboren. Die nächsten Wochen werden wir gemeinsam mit ihnen verbringen. Bei unserem letzten Besuch waren die 2 noch richtig klein. Diesmal können wir weit mehr miteinander anfangen.

 




Leilani ist bereits 5 Jahre alt. Seit einigen Wochen besucht sie die Schule. In Neuseeland wird mit dem 5. Geburtstag eingeschult. Allerdings hatte sie Glück, denn kurz danach begannen gleich die großen Ferien.

Schnell merken wir, dass Lani eine Träumerin ist. Somit ist sie für uns die Träumerin-Prinzessin.

 





Keana zählt erst gut 3 Jahre. Sie hat den Vorteil, dass sie von der großen Schwester lernen kann, abschauen kann.

Bei ihr merken wir schnell, dass sie gerne im Neuseeland-Busch unterwegs ist. Halt ne echte Kiwi + somit für uns die Busch-Prinzessin.

 


Wir selbst haben ja 2 Jungs. Als die noch kuschelig klein waren, waren unsere gemeinsamen Urlaube immer irgendwie kleine Abenteuer. Zumindest haben wir diese immer so gestaltet. Schnell war ich dann immer der Indianerhäuptling, Gi war die Squaw und Martin&Matthias der kleine Indianer-Wolf bzw. der kleine Indianer-Bär. Egal wo wir auch unterwegs waren, wir waren da immer als Indianerfamilie unterwegs.

Nur eines hat den Jungs immer gestört. Es waren meine berühmten Abkürzungen, denn diese stellten sich in der Regel als Umwege heraus.

 

Natürlich ist unser Blick durchs Wohnzimmerfenster gigantisch, doch ständig Naturkino wollen wir nicht schauen. Was macht man nun aber mit 2 Prinzessinnen? 

Da Leilani noch einige Tage Ferien hat, packen wir das Auto. Zelt, Kochutensilien, Badesachen, Bücher und die Schlaftiere sind die wichtigsten Dinge, welche wir bunkern. Wird die Urlaubszeit so schön, wie damals immer mit unseren Jungs? Wir sind selbst gespannt! Was wir wissen, ist, wir wollen nur kurze Strecken während der 9 Tage fahren, uns Zeit nehmen für die Prinzessinnen.

 

Prinzessinnenzelt
Prinzessinnenzelt

Eine der schönsten Ecken in Neuseeland ist die Gegend um Rotorua, denn hier köchelt die Erde, hier kann man den Prinzessinnen erklären wie Neuseeland geboren wurde. Also schlagen wir dort zuerst unser Tipi auf. Täglich erkunden wir die Gegend. Fasziniert sind die Mädchen von den heißen Quellen, den Schlammvulkanen und den Parkanlagen rund um Rotorua.

In den heißen Quellen baden wir. Die Schlammvulkane beobachten wir aus sicherer Entfernung und in einer Parkanlage erzählt Gi viele Geschichten über Prinzessinnen in Neuseeland.

 

Mutprobe
Mutprobe
Prinzessinschloss in Rotaroa
Prinzessinschloss in Rotaroa

 

Die Parkanlage ums Schloss (in Wirklichkeit ehemaliges Sanatorium) eignet sich hervorragend für Erzählungen. Hier hat die Prinzessin geschlafen, da hat sie im heißen Quellwasser  gebadet, hier ist sie im Rosengarten rumspaziert, und, und... erzählt Gi ohne Unterbrechungen. Die Mädchen sind fasziniert. Als plötzlich aus einer Tür eine Frau mit langem Kleid erscheint (es gab gerade eine Theatervorführung) staunen die Mädchen nur noch. Die lebt ja noch immer hier, spricht Leilani.

Möwentanz
Möwentanz

 

 

 

Rotorua liegt an einem Vulkansee. Neben Schwarzen Schwänen sind auch viele Möwen hier versammelt. Natürlich besuchen wir die Möwen und Schwäne. Da Prinzessinnen gerne auch Möwen aufscheuchen, was den Möwen so gar nicht gefiel, wird es für uns ein tägliches Ritual. 

Unser Blockhäuschen
Unser Blockhäuschen

Nach Rotorua fahren wir Richtung Coromandel-Halbinsel. Die erste Nacht verbringen wir im Busch. Hier gibt es alles was Prinzesinnenherzen höher schlagen lässt. Da unser Zelt aber nicht mehr Regendicht ist, mieten wir uns am nächsten Tag ein putziges Blockhaus. Wenn ich ehrlich bin, wollte ich schon immer mal in solch einem Blockhaus wohnen, der Regen kam mir also gelegen.

Hier bleiben wir die restlichen Tage. Von Waihi aus unternehmen wir Tagesausflüge ans Meer, in die Berge, zu Flüssen und Wasserfällen.

Kein Tag vergeht ohne Wanderungen durch die schöne neuseeländische Natur.

 

Während dieser Wanderungen lernen wir gemeinsam viel. Es geht oft über Stock und Stein. Meist laufen die Prinzessinnen ohne Schuhe. Zu Anfang wundern wir uns. Erst später bekommen wir mit, dass viele neuseeländische Kinder barfuß laufen. 

Gi bastelt oft Blumenkränze für unsere Barfuß-Prinzessinnen. Wir singen Lieder auf deutsch oder englisch, erzählen Geschichten oder schauen nach den kleinen und großen Wundern der Natur.

Fleißige Sammlerin
Fleißige Sammlerin

Zu den kleinen Wundern gehören auch die Bienen. 

Wir beobachten Ameisen, Vögel und Fische. Die Tage sind gefüllt mit unzähligen Erlebnissen. Das unsere Prinzessinnen jeden Abend müde sind, ist kein Wunder.

Beim Abendbrot bekommen wir immer Besuch. Die Campinggans hat sich mit uns angefreundet. Auch dies kein Wunder, denn Gis Essen schmeckt auch ihr. 

Tägliche Fütterung im Blockhaus
Tägliche Fütterung im Blockhaus

Die Mädchen sind vom täglichen Abendbrot-Besuch begeistert. Auch wir sind happy. Gemeinsam können wir unendlich viel lachen. Nach der Fütterung ist Nachtruhe angesagt. Zwei Gute-Nacht-Geschichten, eine auf deutsch, eine auf englisch genügen. Die Äuglein der Prinzessinnen werden sehr schnell sehr klein.

Mahlzeit
Mahlzeit

Leider müssen wir wieder zurück nach Piha. Lanis Schulferien sind zu Ende.

Es regnet da kurz. Also nehmen wir unser Picknick im Wagen ein. Dabei erzählen uns die Mädchen, dass der Regen gut ist, gut für die Natur, für die vielen Tiere und für die Menschen in Piha. Für die Menschen in Piha, fragen wir nach. Ja, eigentlich ganz klar, denn in Neuseeland fangen über 90 Prozent der Bewohner das Regenwasser in großen Tanks auf. Sie brauchen es zum Leben. Es gibt hier kein Wassersystem wie im fernen Europa. 

So lernen wir bis zum Schluss unserer Tour voneinander. 

Unser Blick zum Pihastrand
Unser Blick zum Pihastrand

War unsere Tour nun genauso schön, wie damals immer mit unseren Jungs? Den Prinzessinnen hat es gefallen, sagen sie zumindest. Manchmal dachte ich, die haben auch etwas Indianerblut in den Adern. Und wenn ich mich recht erinnere, waren unsere Indianerjungs auch manchmal kleine Prinzen. 

Uns hat die Zeit unheimlich viel Freude bereitet.

 

Der neuseeländische Alltag hat uns wieder.

Da Piha prima ist, ist die Zeit weiterhin mit kleinen Abenteuern garniert. Bis gegen Ende Februar bleiben wir noch bei den Prinzessinnen. 

 

Erst dann werde ich mich wieder melden. Hier ist es nämlich garantiert nicht langweilig. Die Mädchen halten uns in Bewegung.

 

LG Wi+Gi grenzenlos

 

Stand: Mitte Februar 2015

 

 

Prinzessfüße Nr. 2
Prinzessfüße Nr. 2

Buch - Abgelatscht

Abgelatscht - 5740 Wanderkilometer durch 11 Länder - Wi + Gi Hofmann
Abgelatscht - 5740 Wanderkilometer durch 11 Länder - Wi + Gi Hofmann

Buch - Grenzenlos

Grenzenlos  -  Mit dem Fahrrad 4 Jahre um die Welt - Wi + Gi Hofmann
Grenzenlos - Mit dem Fahrrad 4 Jahre um die Welt - Wi + Gi Hofmann
Mit Wägelchen 11 Länder - 5.740 km
Mit Wägelchen 11 Länder - 5.740 km
Oman Fischer
Oman Fischer
Oman/Jemen Leeres Viertel
Oman/Jemen Leeres Viertel
Tempelbaumblüten
Tempelbaumblüten
Afrika - Strahlende Kinderaugen
Afrika - Strahlende Kinderaugen
Indien Taj Mahal
Indien Taj Mahal
Iran
Iran
Mit der Enfield durch Indien
Mit der Enfield durch Indien
Mein Steg, mein Strand, mein Meer
Mein Steg, mein Strand, mein Meer
Kurdische Lebenslinien - Iran
Kurdische Lebenslinien - Iran
Mondsichelstürmer
Mondsichelstürmer
Spiegelung
Spiegelung
Die Sonnenfängerin
Die Sonnenfängerin
Wanderung Neuseeland
Wanderung Neuseeland
Beim Straßenzahnarzt in Indien
Beim Straßenzahnarzt in Indien
Kappadokien
Kappadokien
"Leeres Viertel"
"Leeres Viertel"
Hahn im Korb - Oman
Hahn im Korb - Oman
Neuseeland
Neuseeland
Australien
Australien
Indien
Indien
Bayrischer Wald
Bayrischer Wald
Weg in den Nebel
Weg in den Nebel